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Amerikas Gesellschaft / Bevölkerung ...

Heute ist Dienstag, 7. Februar 2012, Uhrzeit: 00:17:13



Die Vereinigten Staaten gelten traditionell als Schmelztiegel (melting pot) der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutschsprachiger und irischer Herkunft. Später (bis etwa zur Jahrhundertwende) kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa hinzu, einschließlich einer großen Anzahl osteuropäischer Juden. Während des Zensus im Jahre 2000 bildeten die größte Herkunftsgruppe – mit circa 42,8 Millionen Personen – diejenigen Amerikaner, die eine deutsche Herkunft angaben. Die europäischstämmigen Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.

Afroamerikaner, mehrheitlich Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.

Heute zeigen sich weiterhin große Unterschiede in der Sozialstruktur zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung: Schwarze haben im Durchschnitt ein geringeres Einkommen, eine kürzere Lebenserwartung, eine schlechtere Ausbildung, eine höhere Kriminalitäts- und Hinrichtungsrate. Die Ursachen dafür und mögliche Wege der Problembehebung sind innerhalb der USA heftig umstritten. Nicht nur in den Südstaaten sind Wohngegenden und nicht-öffentliche Einrichtungen – wie die sozial wichtigen Kirchen oder private Organisationen – oft faktisch noch nach Ethnien getrennt, wenn auch die formale Trennung inzwischen ungesetzlich und verpönt ist. Vielfach liegt dies ebenfalls an den ökonomischen Unterschieden, aber auch an traditionellen und festgefügten Vorurteilsmustern in den jeweiligen Ethnien bzw. Bevölkerungsgruppen.

Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft (Latinos). Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.

Die Indianer („Native Americans“) bilden heute eine kleine, jedoch langsam wieder wachsende Minderheit; nur in Alaska erreichen sie eine zweistellige Prozentzahl der Bevölkerung. Ebenfalls relativ viele Indianer leben in South Dakota und Oklahoma.

Soziale Klassen

Soziale Klassen in den Vereinigten Staaten haben keine fest definierten Grenzen. Innerhalb der amerikanischen Gesellschaft spielen sie jedoch eine wichtige Rolle, da Beruf, Bildung und Einkommen für den sozialen Status bedeutend sind.

Laut führenden Soziologen wie Dennis Gilbert vom Hamilton College besteht die amerikanische Gesellschaft aus sechs sozialen Klassen: einer Oberklasse (ca. 1 %), die aus den prominentesten, wohlhabendsten und mächtigsten Bürgern besteht; einer oberen Mittelklasse (ca. 15 %), die aus hochqualifizierten Berufstätigen wie Ärzten, Professoren und Anwälten besteht; einer unteren Mittelklasse (ca. 32 %), die aus gut ausgebildeten Berufstätigen wie Schullehrern und Immobilienmaklern so wie Handwerkern besteht; einer Arbeiterklasse (ca. 32 %), die aus Kontoristen und „Blue-Collars“ besteht, deren Arbeit sehr routinisiert ist; und schließlich einer Unterklasse, die in zwei Bestandteile zerbrochen ist. Ihre obere Gruppe besteht aus den working poor, die in schlecht bezahlten Jobs ohne Versicherung oder nur Teilzeit arbeiten.

Ihre untere Gruppe arbeitet nicht und ist auf die – in den USA sehr geringfügige – öffentliche Wohlfahrt angewiesen (unemployed poor), auffällig ist dabei, dass diese Unterschichten meist in bestimmten Stadtvierteln der Großstädte leben, während die Mitteklasse in die suburbs ausgewichen ist, und dass ihr Anteil unter den Schwarzen und Hispanics überproportional hoch ist (etwa 30 %). Quelle: wikipedia.de

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